Skip to main content

Von VMware ESXi zu Microsoft Hyper-V – ist ein virtueller Umzug möglich?

von Rainer Vorauer

 

Hyper-V ist seit Windows Server 2008 fester Bestandteil der Server- und Client-Betriebssysteme von Microsoft und wird seither laufend verbessert und weiterentwickelt. Der Hypervisor hat sich mittlerweile zu einer vollwertigen Alternative zum Virtualisierungsplatzhirsch VMware ESXi gemausert, daher ist ein solches Umstellungsszenario gar nicht so abwegig – zumal ohnehin in vielen Unternehmen ein aktueller Windows Server eingesetzt wird. Wer also vor der Entscheidung steht ob in ein Update der vorhandenen ESXi-Lizenz investiert oder die virtuelle Systemlandschaft auf Hyper-V migriert werden soll bekommt in diesem Artikel ein paar wertvolle Tipps zur Umstellung.

Was ist bei der Umstellung zu beachten?

Zuerst einmal muss die Entscheidung fallen welches Produkt wir für diese Umstellung verwenden. Ich habe mir drei verschiedene Produkte angeschaut. Es gibt Vor- und Nachteile bei jeder Möglichkeit. In diesem Blog werde ich auf den 5nine V2V Easy Converter eingehen. Meine Entscheidung fiel deswegen auf dieses Produkt, da dieser on the fly in meinem Hyper-V eine VM generiert. Dadurch erspare ich mir ein bisschen Arbeit 😉.

Der 5nine V2V Easy Converter ermöglicht einen direkten Einstieg in den VMWare ESXi Server und danach eine Migration in den Hyper-V. Vor der Konvertierung lasst mich der 5nine Converter noch auswählen welche Hardware ich dem Server geben will. Ein Nachteil beim 5nine Converter ist jedoch, dass der Converter „nur“ VMWare ESXi zu Hyper-V konvertieren kann. Anders ist dies zum Beispiel beim Starwind V2V Converter. Dieser wirbt mit Konvertierung allen gängigen Hypervisor-Formaten. Von VMWare zu Hyper-V funktioniert es tadelos.

Die Umstellung selbst:

Nachdem meine Entscheidung für den 5nine Converter gefallen ist, installiere ich den Converter auf einem Windows Rechner oder auch gleich direkt auf meinem Hyper-V. Beim Startbildschirm des Programms musss ich mich am VMWare ESXi anmelden. Danach kann ich eine heruntergefahrene VM selektieren. Es ist leider nicht möglich eine laufende VM im Betrieb umzuwandeln. Beim nächsten Bildschirm kann ich den im Hyper-V neu erstellten Server hardwaremäßig anpassen und Einstellungen für Starten/Beenden des Servers einstellen. Als nächstes muss ich den Festplatten-Controller auswählen. Nur zur Info: Hyper-V Gen1 braucht einen IDE-Controller und Hyper-V Gen2 braucht einen SCSI-Controller für die VHD(x)s. Bei den nächsten zwei Fenstern geht es um die Anmeldung am Hyper-V bzw. den Speicherort der VM. Zu guter Letzt muss noch ein temporärer Pfad ausgewählt werden. Nach meiner Ansicht ist das der größte Nachteil vom 5nine Converter.

Dann ist nur noch abzuwarten bis die VM fertig konvertiert ist und im Hyper-V angelegt ist.

Anmerkungen zur Umstellung:

Zum Schluss will ich noch ein paar Anmerkungen Meinerseits loswerden. Bei uns war ein VMWare ESXi 5.5 im Einsatz. Der Hyper-V läuft auf einem neuinstallierten Windows Server 2016 (Standard). Aufgrund der ESXi Version haben sich nur Gen1 VM generieren lassen, also nur VHDs und leider keine VHDx. Die Konvertierung selber hat insgesamt ca. 5 Stunden gedauert bei einer Festplattengröße von über 200GB.

Quellen:

[1] https://www.5nine.com/5nine-v2v-easy-converter/

[2] https://www.starwindsoftware.com/converter

[3] https://blogs.msdn.microsoft.com/timomta/2015/06/11/how-to-convert-a-vmware-vmdk-to-hyper-v-vhd/

[4] https://docs.microsoft.com/en-us/windows-server/virtualization/hyper-v/plan/should-i-create-a-generation-1-or-2-virtual-machine-in-hyper-v